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SchlüsselBund Bremen

Wohnpatenschaften für geflüchtete junge Bremer

Viele junge geflüchtete Menschen wünschen sich eigenen Wohnraum, benötigen aber auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit noch etwas Unterstützung. Das Projekt „SchlüsselBund – Wohnpatenschaften für geflüchtete junge Erwachsene“ will diesen Schritt zum Neuanfang ermöglichen. Vielleicht mit Ihrer Hilfe!

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Bei einem SchlüsselBund handelt es sich um eine Patenschaft, kombiniert mit dafür bereit gestelltem Wohnraum für einen jungen geflüchteten Menschen. Familien, Paare oder Alleinstehende bieten dem jungen Menschen ein freies Zimmer in der eigenen Wohnung, eine Einliegerwohnung oder ein Appartement an und unterstützen ihn darin, auf eigenen Füßen zu stehen. Dafür erstattet das Bremer Jugendamt die Wohn- und Nebenkosten sowie eine angemessene monatliche Aufwandsentschädigung für die Wohnpatenschaft.

SchlüsselBund zum Wohnen
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SchlüsselBund zum Wohnen

Raum und Zeit für Begegnungen

In Bremen leben rund 2.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, von denen viele im Laufe des Jahres 2017 volljährig werden. Sie sind zum großen Teil männlich und schon etwas länger in Bremen. Die jungen Erwachsenen stehen vor dem Schritt aus der Jugendhilfeeinrichtung in die Eigenständigkeit, sprechen meist schon deutsch, gehen zur Schule, absolvieren ein Praktikum oder machen eine Ausbildung. Viele wünschen sich eigene vier Wände oder eine eigene Wohnung – und den Anschluss an Menschen, die ihnen zur Seite stehen. Denn der Alltag in Deutschland verlangt manches, was den gerade volljährig Gewordenen noch fremd ist. Dafür suchen sie persönliche und praktische Unterstützung.

  • Wohnraum mit Familienanschluss

    Das Wohnpatenschaften-Projekt wird von PiB – Pflegekinder in Bremen gemeinnützige GmbH betreut. Es soll den jungen Menschen ermöglichen, auf eigenen Füßen zu stehen. Wer sich engagieren und einen SchlüsselBund schließen möchte, stellt Wohnraum zur Verfügung: Ein Zimmer, eine Einliegerwohnung oder ein Appartement, leer oder möbliert. Wichtig ist dabei die Bereitschaft, den jungen Geflüchteten in Alltagsfragen zu begleiten, zum Beispiel im Umgang mit Behörden, Formularen oder in der Freizeit. Wohnen und Helfen gehen Hand in Hand.

  • Ihr Engagement wird unterstützt

    Eine Wohnpatenschaft wird als Jugendhilfemaßnahme für junge Volljährige (gemäß § 41 in Verbindung mit §34 SGB VIII) vom Bremer Jugendamt eingerichtet. Deshalb ist auch PiB mit im Bunde: Als erfahrener Träger der Jugendhilfe vermittelt und begleitet PiB die Wohnpatenschaft. Dazu gehört die Beratung zum Miteinander während der Wohnpatenschaft – und vorher, wenn die Beteiligten ihre individuellen Verabredungen in einer Vereinbarung Schlüsselbund schriftlich festhalten.
    Die Unterstützung von Wohnpaten ist mit Geld nicht aufzuwiegen. Doch erhalten Sie für Ihr Engagement eine monatliche Pauschale für Ihren Aufwand (237 Euro, steuerfrei). Die Lebenshaltungskosten des jungen Menschen, der einen Wohnpaten hat, trägt unterdessen das Amt für Soziale Dienste, ebenso wie die Wohn- und Nebenkosten. Denn die jungen Erwachsenen sind vom Wohnpaten finanziell unabhängig.

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Zukunft bewegen und ermöglichen

Sie möchten sich engagieren und jungen Menschen bei der Integration sowie auf dem Weg in die Selbstständigkeit zur Seite stehen?

Sprechen Sie uns an oder laden Sie hier Formular Wohnpaten-Raumangebot herunter. Einfach ausfüllen und an PiB senden!
Sie hören umgehend von uns!

Das bringen Sie für den SchlüsselBund mit:

  • ein freies Zimmer in Ihrer Wohnung (mind. 12 qm, Mitbenutzung von Küche und Bad), ein eigenes Appartement oder eine Einliegerwohnung
  • Interesse und Verständnis für andere Kulturen und Lebensgewohnheiten
  • Erfahrungen im Kontakt mit Jugendlichen oder jungen Erwachsenen
  • Zeit und Lust auf persönlichen Kontakt und Alltagsbegleitung wie z. B. Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, gemeinsame Ausflüge oder Begleitung zu Behörden
  • ein erweitertes Führungszeugnis

 

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Fragen & Antworten

  • Wer kann Wohnpate werden?

    Familien, Paare oder Alleinstehende können Wohnpaten für junge Geflüchtete werden. Die Voraussetzungen sind geeigneter Wohnraum, die Bereitschaft zum patenschaftlichen Miteinander und ein eintragsfreies Führungszeugnis.

  • Welchen Wohnraum sollte ich als Wohnpate bereithalten?

    Ein freies Zimmer gehört zu jeder Wohnpatenschaft, möbliert kann es, muss es aber nicht sein. Ein Durchgangszimmer ist nicht passend. Das Zimmer kann in der Wohnung des/der Paten liegen, es könnte aber auch etwa eine Etage im Bremer Haus, eine Einliegerwohnung oder ein Appartement sein. In jedem Fall muss die Nutzung gemeinsamer Räume wie Bad oder Küche geklärt sein.

  • Kann ich Wohnraum auch befristet bereitstellen?

    Eine Wohnpatenschaft ist für die Dauer von einem bis zu eineinhalb Jahre ausgelegt, kann jedoch bis zum 21. Lebensjahr des jungen Geflüchteten verlängert werden. Kürzere Wohnpatenschaften werden nicht angestrebt.

  • Wie alt sind die jungen Geflüchteten?

    Die jungen Geflüchteten haben das 18. Lebensjahr vollendet, ihre Unterstützung durch das Wohnpatenschaften-Projekt ist bis zum 21. Lebensjahr möglich.

  • Wie gut sind die jungen Geflüchteten bereits integriert?

    Sie leben schon länger in Bremen und haben sich bereits auf einen eigenen Weg in die Selbstständigkeit und die Zukunftsplanung gemacht. Sie haben zumeist in einer Einrichtung gelebt, verfügen über Deutschkenntnisse und gehen regelmäßig zur Schule oder absolvieren ein Praktikum bzw. eine Ausbildung. Viele haben auch private Kontakte geknüpft und gehen in ihrer Freizeit persönlichen Interessen oder Hobbies in Vereinen, mit Freunden oder im Fitnessstudio nach.

  • Wie läuft die Vermittlung der Wohnpatenschaft ab?

    Der Bremer SchlüsselBund verbindet Interessierte. Dieser erfordert gegenseitige Sympathie und Respekt, aber auch ein Zimmer. Das eine geht nicht ohne das andere. Deshalb übermitteln interessierte Wohnpaten zunächst das Formular Wohnpate – Raumangebot an PiB. Eine Mitarbeiterin sichtet die Informationen und lernt dann den möglichen Wohnpaten kennen. Dafür braucht sie das Formular Wohnpate – Persönliches Angebot, um bei der Besichtigung des Wohnraumangebotes auch offene Fragen zu klären. Anschließend kann die Vermittlung beginnen: Welche Anfrage bei PiB passt zu dem jeweiligen Wohnpaten? Dann wird ein persönliches Kennenlernen arrangiert. Sind sich beide Seiten sympathisch und einig geworden, schließen PiB, Wohnpaten und der junge Mensch die Vereinbarung Schlüsselbund. Sie wird individuell abgefasst und benennt die wichtigsten Elemente der Wohnpatenschaft. Lesen Sie auch die Info 6 Schritte zur Wohnpatenschaft.

  • In welcher Höhe werden Wohn- und Nebenkosten erstattet?

    Die Höhe der Wohn- inklusive Nebenkosten richtet sich nach den Vorgaben der Jugendhilfe in sonstigen (betreuten) Wohnformen, gestaffelt nach der Zimmer- bzw. Wohnungsgröße und Möblierung. Die Info Finanzielles zur Wohnpatenschaft gibt darüber Auskunft.

  • Wer bezahlt die Wohnkosten?

    Die Abteilung Wirtschaftliche Jugendhilfe im Bremer Amt für Soziale Dienste überweist die Wohnkosten direkt an die Wohnpaten.

  • Wovon lebt das „Wohnpatenkind“?

    Der junge Erwachsene erhält eine Pauschale, die den Lebensunterhalt deckt. Dieses Geld überweist die Abteilung Wirtschaftliche Jugendhilfe im Bremer Amt für Soziale Dienste direkt an den jungen Erwachsenen. Die Höhe der Auszahlung richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben der Jugendhilfe.

  • Was wird von einem Paten erwartet?

    Wichtig ist vor allem die Bereitschaft, hilfreich zur Stelle zu sein, wenn es nötig ist. Wie das aussehen kann oder soll, vereinbaren die Beteiligten im Zuge der Vermittlung. So gibt es frühzeitig Klarheit. Die wichtigsten Themen hält dann die Vereinbarung Schlüsselbund fest, die die Beteiligten vor Beginn der Wohnpatenschaft individuell abfassen und unterschreiben.

  • Bekommen Wohnpaten Unterstützung?

    Ja. Während der Wohnpatenschaft erhalten die Wohnpaten grundsätzlich, aber auch nach Bedarf, individuelle Beratungs- und Begleitungsleistung von PiB. Außerdem bietet das PiB-Bildungszentrum Seminare und Fortbildungen an.
    Wohnpaten erhalten zudem eine monatliche Aufwandsentschädigung für Unterstützungs- und Integrationsleistungen. Die beträgt 237 Euro steuerfrei und wird von der Abteilung Wirtschaftliche Jugendhilfe im Bremer Amt für Soziale Dienste zusammen mit den Wohnkosten direkt an die Wohnpaten gezahlt. Grundsätzlich fällt eine Wohnpatenschaft aber natürlich in den Bereich des bürgerschaftlichen Engagements – denn wie will man entgelten, was an Beziehung, Gegenseitigkeit und Integration beispielsweise durch einen gemeinsamen Alltag ermöglicht wird?

  • Wie ist der junge Erwachsene versichert?

    Der junge Flüchtling ist über das Amt für soziale Dienste gesetzlich krankenversichert. Über PiB – Pflegekinder in Bremen ist er zusätzlich haftpflichtversichert.

  • Wie wird der junge Flüchtling sonst unterstützt?

    Je nach dem, aus welchem Land die jungen Geflüchteten kommen, haben sie neben einem Casemanager über das 18. Lebensjahr hinaus auch einen zuständigen Amts- oder Einzelvormund. Der Casemanager im Amt für soziale Dienste entscheidet unter anderem über die Hilfemaßnahme und deren Dauer. Wenn er aufgrund besonderer Entwicklungen einen zusätzlichen Hilfebedarf feststellt, kann er für bestimmte Aufgaben auch ambulante sozialpädagogische Fachkräfte einsetzen. Eine solche Unterstützung kann beispielsweise rechtliche, berufliche oder gesundheitliche Fragen betreffen. Solche ambulanten Maßnahmen übernimmt ein freier Kinder- und Jugendhilfeträger. Wo solche Arrangements bereits bestehen, erfahren Wohnpaten dies vorab, denn diese Fachleute müssen den Kontakt zum Jugendlichen auch vor Ort halten.

  • Was passiert, wenn Schwierigkeiten auftreten?

    Bei allen auftretenden Problemen kann sich der Wohnpate an PiB als Ansprechpartner wenden und Unterstützung erhalten. Für weiterreichende Entscheidungen wird das Casemanagement im Amt für Soziale Dienste einbezogen. Wo im Einzelfall außerdem ein Amts- oder Einzelvormund für den jungen Menschen zuständig ist, wird der junge Mensch dort zusätzliche Beratung erhalten.

  • Wie endet die Wohnpatenschaft?

    Eine Wohnpatenschaft kann bis zum 21. Lebensjahr bestehen und planmäßig auslaufen. Dann würde der junge Erwachsene anschließend in eine eigene Wohnung ziehen. Denkbar ist auch, dass die Beteiligten in den bisher genutzten Räumen ein reguläres Mietverhältnis begründen.
    Wenn die verabredete Wohnpatenschaft nicht gelingt, kann sie in einem abgestimmten zeitlichen Rahmen beendet werden. Auch in diesem Fall ist das Casemanagement des Amtes für Soziale Dienste zuständig.

Über PiB

Über PiB

Pflegekinder in Bremen gemeinnützige GmbH

Mit dem Programm Kinder im Exil hat PiB seit sieben Jahren Erfahrung in der Vermittlung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten in Pflegefamilien. Es wurden bislang rund 80 heilpädagogische Vollzeitpflegeverhältnisse nach § 33 SGB VIII vermittelt. Im Jahr 2016 hat PiB von der Sozialbehörde den Auftrag erhalten, mit dem Wohnpatenschaften-Projekt Bremer SchlüsselBund die Verselbstständigung der jungen Geflüchteten weiter zu betreuen. PiB fungiert dabei als Mittler zwischen Wohnpatinnen und -paten sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern und ist Ansprechpartner.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit und Leistungen von PiB!

Kontakt

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Der nächste Schritt

Sie möchten einen SchlüsselBund schließen oder haben Fragen zum Wohnpatenschaften-Projekt? Dann rufen Sie uns direkt an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

SchlüsselBund

Wohnpatenschaften für geflüchtete junge Erwachsene in Bremen
Telefon: 0421 958820-57, Kornelia Kötz

 

Die nächsten Termine

Im PiB-Büro Bremen-Mitte
Bahnhofstr. 28-31
28195 Bremen

  • Jungen Flüchtlingen die Hand reichen

    Mittwoch, 05.07.2017 um 19 Uhr
    Mittwoch, 19.07.2017 um 19 Uhr
    Mittwoch, 02.08.2017 um 19 Uhr
    Mittwoch, 16.08.2017 um 19 Uhr
    Mittwoch, 06.09.2017 um 19 Uhr
    Mittwoch, 20.09.2017 um 19 Uhr
    Mittwoch, 18.10.2017 um 19 Uhr
    Mittwoch, 15.11.2017 um 19 Uhr
    Mittwoch, 13.12.2017 um 19 Uhr

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Hier finden Sie Infos und Formulare zum Download

Alle Dokumente können Sie herunterladen, direkt ausfüllen und per Post, das Kontaktformular oder per E-Mail an PiB senden. Bedenken Sie bitte dabei, sensible Daten nicht leichtfertig im Internet zu versenden sondern ggf. direkt an unsere Zentrale zu geben.

Sechs Schritte zur Wohnpatenschaft

Wie kann ich Wohnpate werden? Dies ist Ihr „Fahrplan“ zum SchlüsselBund

Finanzielles

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Begleitung und Seminare

Informationen zu Beratung und Begleitung einer Wohnpatenschaft durch PiB.

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Alle Informationen zur Wohnpatenschaft auf einen Blick.